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Schleusen-Streik in Berlin-Brandenburg

Schleusen-Streik in Berlin-Brandenburg



Streik an den Schleusen von Berlin und Brandenburg. Zwischen 6 Uhr am Donnerstag (25. Juli) bis 24 Uhr am Samstag (27. Juli) geht so gut wie nichts entlang von Havel, Spree und Dahme. Auch die Selbstbedienungsschleusen bleiben außer Betrieb.

 

 Streik wegen 3.000 Arbeitsplätzen

Grund für den Streik ist der Arbeitskampf der Diensleistungsgewerkschaft Verdi, die sich derzeit in festgefahrenen Tarifverhandlungen mit dem Bundesvekehrsminsterium, Herr der Bundeswasserstraßen, befindet. Es geht u.a. um wichtige Strukturfragen der Wasserschifffahrtsbehörden, die in naher Zukunft anstehen. Laut Verdi verweigere das Ministerium einen Tarifvertrag, der vor den Folgen des Behördenumbaus schütze. Demnach sollen ein Viertel der 12.000 Arbeitsplätze wegfallen.

 

 Weitere Streiks angedroht

Nachdem in der vergangenen Woche bereits die Schleusenwärter an Donau, Rhein, Main, Mosel und Saar die Arbeit niederlegten, folgen nun auch die Kollegen im Berliner und Brandenburger Revier. Der Streik im Osten solle vorerst drei Tage andauern, bevor Verdi dem Ministerium ein Ultimatum von einer weiteren Woche Streikpause setzt, um ein neues Verhandlungsangebot zu erhalten. Damit drohen weitere Chaostage auf dem Wasser während der Hauptferienzeit.

 

 Streik auch an OHW und Kleinseenplatte

Auch die Selbstbedienungsschleusen, die sich vor allem entlang der Obere-Havel-Wasserstraßen befinden, sind betroffen, da diese vom Schleusenpersonal fernüberwacht sind. Am Mittwochnachmittag beschloss Verdi, auch diese Nadelöhre in den Streik des Schleusenpersonals mit einzubeziehen. Einzig die Schleuse Fürstenberg /Havel wird unter den bestreikten Schleusen nicht genannt.

Ebenfalls nicht unberührt bleiben die ohnehin vom Bootsurlauberstau belasteten Schleusen entlang der Müritz-Havel-Wasserstraße in Diemitz, Canow, Kleinzerlang (Wolfsbruch) und Strasen.
 

Kaum Alternativen zwischen Streikschleusen

Was können Hausbooturlauber tun? Im Grunde sind Hausbooturlauber gegen den Streik an den Schleusen machtlos. Ihnen bleibt nur, den Fahrgebieten der betreikten Schleusen fernzubleiben. Alle anderen, die zwischen den Schleusen gefangen sind, sollten das herrliche Sommerwetter zum Baden und Ankern auf dem Hausboot genießen. Auch die Flüsse und Kanäle sind hervorragende Gewässer zum Planschen.

 

 Streikfreie Gewässer ohne Schleusen

Glimpflich davon kommen all jene, die an der Müritz und den mecklenburgischen Oberseen (Kölpinsee, Fleesensee, Plauer See) unterwegs sind – dieses Revier ist schleusenfrei und bietet genügend Raum für weitläufige Erkundungen zu Wasser.

Auch das Havel-Revier mit Potsdam und Werder ist ohne Schleusen befahrbar. Mit einem Bootsführerschein reicht die Strecke sogar bis zum Großen Wannsee und in die Scharfe Lanke vor die Tore der Hauptstadt.

 

 Schleusenstreik – Gibt es deswegen Geld zurück?

In einem folgenden Blogeintrag lesen Sie, wie es um Rückerstattungsforderungen für entgangene Urlaubsfreuden und Forderungen der Vermieter zur rechtzeitigen Abgabe des Bootes trotz Schleusensperrung steht. Lesen Sie dazu hier.

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